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Sie befinden sich hier: Galerie/Adoptivkinder


Eltern berichten ...

Die Berichte unserer Adoptiveltern und die Freude über die Aufnahme eines Kindes machen Mut. Sie zeigen ein breites Spektrum von gelungenen Adoptionsverfahren und veranschaulichen den Weg der Auslandsadoption, den viele Eltern bereits gemeinsam mit uns gegangen sind. Es werden Ihnen wertvolle Erfahrungen zur Verfügung gestellt, um sie mit Ihnen zu teilen und Ihnen zu zeigen, dass die gemeinsame Anstrengung sich lohnt.

Wir danken allen, die durch ihre Hilfe Kindern eine bessere Zukunftschance ermöglicht haben.
 

Bericht über die Entwicklung von Traycho (Tayo)

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Bulgarien
adoptiert im Alter von
34 Monaten












 

Bild in der Adoptivfamilie


im Alter von 42  Monaten

Traycho

Anfang Juni 2013 haben wir in einem Kinderheim in Sofia, Bulgarien, den dreijährigen Traycho kennengelernt. Im Vorfeld hatten wir uns aufgrund seiner Krankengeschichte im Kindervorschlag einige Gedanken gemacht, waren uns jedoch von Anfang an sicher, dass wir ihn kennenlernen wollten und so waren es die wohl spannendsten Minuten unseres Lebens im Büro der Heimleiterin, bis endlich an der Hand einer Betreuerin „unser Kind“ ins Zimmer geführt wurde. Die Betreuerin setzte ihn kurzerhand auf dem Schoß seiner „Mama“ ab, die er nur kurz musterte und dann in seiner unwiderstehlich charmanten Art anstrahlte. 
Blitzartig waren sämtliche Ängste und Bedenken verschwunden, denn Traycho entpuppte sich als äußerst munteres, aufgewecktes Kind, das sofort mit uns lachte und spielte und keinerlei Ängste oder Scheu uns gegenüber zeigte.  Die Betreuer hatten ihn offensichtlich gut auf den „Besuch“ aus Deutschland vorbereitet, ohnehin machte das Heim insgesamt und vor allem auch die Heimleitung einen sehr guten Eindruck auf uns. Wir hatten das Gefühl, dass den Menschen dort die Kinder wirklich am Herzen lagen und sie im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten das Beste für sie taten. Wir konnten uns mit unseren Fragen, insbesondere zu Traychos Gesundheitszustand (ihm wurde im Alter von drei Monaten ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt) jederzeit an die behandelnden Ärzte wenden, die sich bemühten, all unsere Fragen umfassend zu beantworten und unsere Ängste zu zerstreuen.
Unsere Dolmetscherin hatte uns vorher erklärt, dass wir gegen Ende der Kennenlernwoche vor einem Notar beurkunden müssen, ob wir Traycho adoptieren wollen, jedenfalls verließen wir am ersten Tag überglücklich das Heim und baten unsere Dolmetscherin, sofort am nächsten Tag einen Notartermin zu vereinbaren, damit uns ja niemand mehr „unser Kind“ wegnehmen konnte.  In den nächsten Tagen besuchten wir Traycho dann jeweils morgens und mittags 2 Stunden im Heim, bei schönem Wetter durften wir mit ihm draußen im Hof spielen, was ihm besondere Freude machte, da er offensichtlich nicht so oft rauskam. Als sich unser Abreisetag näherte, waren wir sehr bedrückt, ihn verlassen zu müssen; Gott sei Dank wussten wir damals noch nicht, dass wir nochmals fast 6 Monate warten mussten, bis wir ihn endlich zu uns holen konnten.
Ende November 2013 war es dann aber endlich soweit. Da wir bei unserem ersten Besuch Bilder von uns ihm Heim zurückgelassen hatten, die die Betreuer Traycho regelmäßig zeigten und erklärten, hatte er uns tatsächlich sofort wiedererkannt. Für die übrigen Kinder aus seiner Gruppe hatten wir eine Torte besorgt, von der Traycho das erste Stück essen durfte, bevor der Rest verteilt wurde. Nachdem wir Traycho neu eingekleidet hatten, verabschiedete er sich von seinen Freunden und Betreuern und stieg ohne Weinen oder irgendeinen erkennbaren Trennungsschmerz mit uns ins Taxi und machte sich mit großen Augen auf den Weg in sein neues Leben.  
Tayo hat sich ohne Probleme bei uns eingelebt, von Anfang an schlief er in seinem eigenen Bett, wenn Mama und Papa in der Nähe blieben, bis er eingeschlafen war.
Sprachlich macht Tayo täglich große Fortschritte. Von Anfang an hat er alles nachgeplappert, so dass er sich auf deutsch schon sehr gut verständigen kann. Er ist ein sehr lebhaftes, selbstbewusstes Kind, das auch ihm völlig fremde Menschen mit einem lauten „Hallo“ begrüßt. Durch seine offene Art hat er die gesamte Verwandtschaft, insbesondere die beiden Omas und Opas schnell um den Finger gewickelt. Seit kurzem besucht er auch mit Begeisterung den örtlichen Kindergarten. Anfänglich gab es regelmäßig Tränen, wenn die Mama ihn abholte, so gut gefällt es ihm dort. Mittlerweile hat er begriffen, dass er jeden Tag dorthin gehen darf.
Tayo spielt am liebsten draußen an der frischen Luft. Am liebsten  fährt er mit Mama zum Stall zu unseren Islandpferden, dort kann man prima im Heu toben und das reiten macht ihm auch riesigen Spaß. 
Wir haben den Schritt der Auslandsadoption keine Sekunde bereut, auch wenn der Weg extrem lang war. Wir möchten an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen an alle Bulgarienbewerber zu appellieren, durchzuhalten, denn die endlos erscheinende Warterei zahlt sich schließlich doch aus. Auch wir haben fast 3 Jahre auf unseren Kindervorschlag gewartet und konnten uns irgendwann kaum noch vorstellen, dass irgendwo ein Kind auf uns wartet und wir endlich berücksichtigt werden. Die letzten 5 Monate bis zum Abholen waren dann noch mal die schlimmsten, weil wir unser Kind ja schon kannten und es einfach nur bei uns haben wollten. Da fehlt einem dann schon manches Mal das Verständnis für die langen Verfahrenswege insbesondere der ausländischen Stellen, man fühlt sich dem Ganzen hilflos ausgeliefert und kann selbst nichts zu tun, um die Vorgänge zu beschleunigen.  
Wenn wir heute unseren kleinen Schatz fröhlich herumspringen sehen, wissen wir jedoch, wofür wir uns gemeinsam angestrengt haben.  Allen Beteiligten an dieser Stelle ein herzliches Danke!
 

Bericht über die Entwicklung von Sola

Bild aus dem Kinderheim


Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
 14 Monaten













 

Bild in der Adoptivfamilie


im Alter von 26 Monaten

Sola

Mittlerweile ist unsere Tochter Sola 9 Monate bei uns und es kommt uns so vor, als wären wir schon immer zusammen. Wir haben Sola Ende Oktober 2011 im Alter von 14 Monaten im Kinderheim Solwoskoje bei Kirov (Russland) kennengelernt. Das Kinderheim war sehr gepflegt. Die Betreuer begrüßten uns offenund herzlich. Vielleicht lag das auch an den paar Wörter russisch, die wir vorher mit Hilfe von Vokabelkarten gelernt haben.
Sola hat uns von Anfang an verzaubert. Als sie von ihrer Erzieherin auf dem Arm zu uns gebracht wurde, zeigte hatte keine Angst. Sie lies sich problemlos von uns auf dem Arm nehmen, auch wenn ihr unsere Sprache sichtlich komisch vorkam. Wir merkten schnell, dass sie wechselndes „Personal“ gewohnt war, daher machte ihr das nichts aus.
Mit ihren dunklen Augen beobachtete sie sehr wachsam das Geschehen. Jedes Geräusch und Klopfen wurde begutachtet. Sola lernte zu diesem Zeitpunkt gerade das Laufen, was wir bei unseren ersten Treffen kräftig mit ihr übten. Bereits zum Gerichtstermin, Ende Februar 2012 kam sie alleine zur Tür rein gewandert. Müde kuschelte sie sich auf unseren Arm und lies sich erst nach zwei Keksen davon überzeugen, mit uns zu spielen. Gemeinsam sangen und klatschten wir zu Laduschki, einem russischen Kinderlied, was Sola im Kinderheim bereits gelernt hatte. Auch das Luftballon spielen bereitete ihr viel Freude. Ihr herzliches Lachen erwärmte unser Herz und gab uns Kraft den zwei Tage später anstehenden Gerichtstermin erfolgreich zu bestehen.
Die Rückreise verlief völlig problemlos. Sola kam mit uns mit, als hätte sie nur auf ihre Abholung gewartet. Lediglich bei der Übergabe an uns weinte sie kurz, Vermutlich wusste sie, das jetzt eine große Veränderung in ihrem Leben bevor stand. Wir glauben sogar, dass ihre Erzieherinnen sie ein wenig darauf vorbereitet haben. Mit Tränen vor Glück in unseren Augen verabschiedeten wir uns bei allen Helfern (dem Heimleiter, der Ärztin, den Erziehern und dem Pflegepersonal), die alle am Ausgang auf uns warteten. Sola winkte ihnen kurz zu und freute sich mit ihren neuen schicken Mantel nach Draußen getragen zu werden. Interessiert und wachsam stieg Sola in den Nachtzug ein, wo sie es sich sofort gemütlich machte.
Sola schlief 10 Stunden durch ohne Aufzuwachen, im Gegensatz zu den aufgeregten Eltern, die Nachtwache hielten und ihr Kind stolz beobachteten. Manchmal kam uns die Reise etwas unheimlich vor, weil Sola diese so problemlos und ohne Tränen meisterte. Wir erklärten uns das mit Solas Persönlichkeit, die bereits im Kindervorschlag mit drei Worten umschrieben wurde: Kontaktfreudig, zänkisch und beharrlich. Diese Eigenschaften treffen auch heute noch voll zu.
Mittlerweile würden wir das Wort ehrgeizig ergänzen, da Sola sich sehr schnell Zuhause eingelebt und deutsch gelernt hat. Bereits nach ein paar Tagen reagierte sie auf die ersten deutschen Wörter. Heute spricht Sola bereits 3-4 Wort-Sätze und kann sich sehr gut verständigen.
Anfangs hatte Sola Angst um ihr Essen. Sie aß stets extrem schnell und viel. Gerne nahm sie auch andern Kindern das Essen weg. Das Verhalten hat sich heute völlig normalisiert. Ihr Umfeld hat Sola magisch in ihren Bann gezogen. Vielleicht liegt es auch daran, das sie den Menschen gerne die Hand gibt und dabei „Hallo“ bzw. „Tüss“ sagt. Sola besucht mittlerweile diverse Spielkreise und hat darüber bereits gleichaltrige Freunde gefunden. Die ärztlichen Diagnosen haben sich nicht bestätigt. Sola ist gesund und munter. Sie scheint die Zeit im Kinderheim völlig vergessen zu haben. Die Entwicklungsverzögerungen in der Bewegungsmotorik haben wir durch gezieltes Spielen, Klettern und Spazieren gehen aufgeholt.
Obwohl wir erst eine so kurze Zeit zusammen sind kommt es uns vor, als wären wir schon von Solas Geburt an eine Familie. Die lange Zeit des Wartens auf ein Kind hat ein glückliches Ende genommen. All die Sehnsüchte, die Traurigkeit und die Ungeduld und die gefühlten 60 zu beschaffenden Dokumente sind auf einem Mal verschwunden. Sola ist für uns wie unser leibliches Kind, das wir gemeinsam aufwachsen sehen und die wir mit viel Liebe und Geduld auf dem Wegdes Lebens begleiten.
Wir haben den Schritt der Adoption nie bereut und fragen uns heute viel mehr, warum wir diesen nicht schon viel eher gewählt haben.
Nicole und Jörg Steinmetz

Bericht über die Entwicklung von Diana, Mariana und Timur

 

Bild aus dem Kinderheim


Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
4, 6, 7 Jahren












 

Bild in der Adoptivfamilie


im Alter von 5, 7, 8 Jahre

Diana

 

Diana hat sich, trotz Ihres Alters und den damit verbundenen Ängsten bzgl. der

Diana hat sich, trotz Ihres Alters und den damit verbundenen Ängsten bzgl. der Eingewöhnung und Umstellung, hier bei uns sehr gut eingelebt. Sie besucht zusammen mit Ihrer Schwester Mariana die erste Klasse der Grundschule und ist auch sehr gerne hier in der Schule. Die Sprachprobleme haben sich sehr schnell gelegt und die Kinder haben auch die Sprache sehr gut gelernt. Diana ist ein sehr sportliches Kind, welches aktiv Geräte- und Bodenturnen betreibt. Sie hat hier auch sehr schnell Freunde gefunden und ist am liebsten mit dem Fahrrad im Ort unterwegs. Diana hat auch ihre neue Umgebung ohne Probleme angenommen und wir haben bis zum heutigen Tage nie den Schritt bereut ein älteres Kind aufzunehmen. Sie ist sehr kreativ und wir sind immer wieder erstaunt, was sie aus einem Blatt Papier alles basteln kann. Diana interessiert sich auch sehr für Tiere und ist tierlieb. Sie ist ein Kind, welches gerne Leute um sich hat und gerne auf Tour ist.

Mariana

Mariana ist unser Sonnenschein, die kleine Hexe und das Sensibelchen in einer Person. Sie  lacht von morgens bis abends. Sie hat sich, genauso wie ihre Geschwister hier sehr gut eingelebt und fühlt sich wohl. Wir haben bis heute keinerlei Probleme, die nicht auch in "normalen" Familien mit drei Kindern vorkommen (aufräumen, Zähne putzen, ins Bett gehen, usw.). Mariana hat ein ausgeprägtes Talent zum Tanzen und besucht eine Tanzschule, was ihr auch sehr große Freude bereitet, sie lebt den Tanz und es steckt ihr im Blut so zu sagen. Sie geht mit ihrer Schwester zur Schule und dies mit einer großen Begeisterung, sie liest sehr gerne und bastelt auch sehr gerne (deshalb ist auch unser Verbrauch an Prittklebestiften rasant nach oben gestiegen).

Timur

Timur, ... eigentlich ist dies ein Kind, welches man nicht beschreiben kann, sondern man muss es kennen lernen, denn der Name ist Programm! Wir haben im August 2004 ein Kind im Kinderheim kennen gelernt, welches vier Jahre alt war, kaum gesprochen hat und sehr vorsichtig der Umwelt begegnet ist. Zugang zu dem kleinen Mann hatte hauptsächlich mein Mann. Und heute: Wir haben einen Pausenclown! Timur kommt im Sommer zur Schule, er ist auch heute noch Fremden gegenüber sehr zurückhaltend, wenn er angesprochen wird, dann kommt es schon vor, dass er nicht mit den Leuten spricht, aber wenn er die Leute genau gecheckt hat, dann kommt er gewaltig. Am Liebsten spielt Timur mit Legos und kann sich damit auch stundenlang alleine beschäftigen. Er spielt Fußball und fühlt sich dabei sehr wohl.
 

Bericht über die Entwicklung von Alina Mirja

Bild aus dem Kinderheim


Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
9 Monaten

Bild in der Adoptivfamilie




im Alter von 19 Monate


Nun ist unsere Tochter Alina Mirja schon fast ein Jahr bei uns und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Als wir sie im März 2005 in Russland adoptierten, war sie ein verschnupftes neun Monate altes Baby und nun ist sie ein zwar schon wieder verschnupftes aber ansonsten  gesundes Kleinkind, welches unser Leben völlig auf den Kopf gestellt hat und welches wir nicht mehr hergeben werden. Im Gegenteil, wir stehen gerade in den Startlöchern um für Alina Mirja ein Geschwisterchen zu adoptieren. Im Zeitpunkt ihrer Adoption war Alina Mirja für ihr Alter normal entwickelt, sie war motorisch sogar schon etwas weiter als viele andere Kinder. Ihre weitere Entwicklung verläuft altersgerecht. Sie hat kurz vor ihrem ersten Geburtstag die ersten Schritte getan. Auch wenn sie bisher nur ein paar Worte sprechen kann, versteht sie jedoch alles. Alina Mirja hat einen kleinen Herzfehler, aber die Ärzte sagen, dass sich dieser in vielen Fällen „verwächst“. Wir sollen uns keine Sorgen machen, wir müssen jedoch zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Ansonsten ist sie topfit und sehr agil, die im Kindervorschlag beschriebenen Krankheiten wurden von den Ärzten hier nicht bestätigt. Sie ist ein sehr fröhliches Kind und lacht sehr viel. Schlechte Laune hat sie selten. Und so war sie praktisch vom ersten Tag an. Wir hatten eigentlich nie das Gefühl, dass sie mit uns fremdelt. Erst rückblickend haben wir festgestellt, dass sie sich erst an uns gewöhnen musste und doch so ca. 4 Wochen gebraucht hat, um in uns ihre neuen Eltern zu sehen. Das war dann auch der Zeitpunkt wo sie nicht mehr sofort zu jedem Fremden gegangen ist und lieber bei Mama oder Papa (aber eigentlich am liebsten bei Mama) auf dem Arm geblieben ist. In der Verwandtschaft, dem Freundeskreis und in der Nachbarschaft ist Alina Mirja voll integriert. Bisher haben wir keine negativen Erfahrungen gemacht. Auch während der ganzen Adoption sind wir nur auf Menschen getroffen, die unser Vorhaben unterstützt haben und niemand hat uns zusätzliche Steine in den Weg gelegt. Zwar war die Zeit des Wartens manchmal furchtbar, aber wir sind mehr als glücklich, dass wir diesen Weg gegangen sind.
 

Bericht über die Entwicklung von Vitalina-Marie

Bild aus dem Kinderheim


Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
1 Jahr

Bild in der Adoptivfamilie


im Alter von 6 Jahren

Nach dem Kindervorschlag von Ende August konnten wir es kaum abwarten, Vitalina im Dezember persönlich in Novokuznesk kennen zu lernen. Heimliche Gedankengänge und Fragestellungen, wie wird es sein, ein Kind zu treffen und mit ihm gemeinsam eine Familie zu gründen, waren innerhalb einer Sekunde geklärt: Vitalina wurde eingepackt in eine Decke in den Raum getragen und hat uns mit ihren großen Augen angeschaut. Es war die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick! Vitalina war damals 15 Monate alt, etwas klein und mit Ausnahme von Husten, Schnupfen und einer Milchallergie bei guter Gesundheit. Nach einer gefühlten Ewigkeit von drei Monaten traten wir die zweite Reise nach Russland zum Gerichtstermin an. Alles war bestens vorbereitet und verlief reibungslos. Vitalina hat sehr schnell Vertrauen zu uns gefasst und eine enge Bindung aufgebaut. Einen ausgeprägten Trennungsschmerz konnten wir bei ihr nicht feststellen. Kindgerecht portioniert weiß sie um ihre Ursprünge in Russland. Wir halten es für sehr wichtig, dass sie mit Wissen um ihre „besondere“ Vergangenheit aufwächst. In der „alten und neuen“ Heimat in Deutschland angekommen hat sie sich sehr schnell eingelebt und sich zum Sonnenschein der Familie und Nachbarschaft entwickelt. Durch ihr offenes Wesen, ihre freundliche Art und ihr ansteckendes Lachen findet sie sehr leicht Kontakt. Vom Kennenlernen an bis heute zeichnet sie Willenstärke aus. Sie hat einen starken Bewegungsdrang und eine extrem gut ausgeprägte Motorik. Sie hat viel Spaß an Musik und Tanz und verbringt viel Freizeit mit Freunden und in Vereinen. Sie geht gerne in den Kindergarten und hatte sich dort ohne Mühe eingelebt. Seit 4,5 Jahren sind wir eine glückliche Familie. Vitalina-Marie ist das Beste, was uns je passiert ist.

Bericht über die Entwicklung von Paul

Bild aus dem Kinderheim
Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
2 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie
im Alter von 3 Jahren

Wir haben Paul mit 2 ¼ Jahren in Perm in Russland kennen gelernt. Er hatte das Glück, in einem gut geführten Heim aufzuwachsen, wo die Kinder liebevoll betreut wurden. Nach dem ersten Kennenlernen war uns sofort klar, dass wir ihn adoptieren möchten. Wir lernten Paul im Januar 2012 kennen und im Juni 2012 durften wir ihn endlich abholen. Paul hat sich bei uns sofort wohl gefühlt und sich sehr schnell bei uns eingelebt. Er ist in kurzer Zeit total aufgeblüht und hat sehr schnell die ersten deutschen Wörter gesprochen. Er ist ein fröhliches und neugieriges Kind, das uns richtig auf Trab hält. Paul lacht sehr viel, er ist ein richtiger Quatschkopf.
Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben sich die festgestellten Krankheiten in Russland bei unserem Kinderarzt nicht bestätigt. Paul ist seinem Alter gerecht normal entwickelt und gesund. Er benötigt keine medizinischen Behandlungen. Paul hat sich in unserer Familie sehr gut eingelebt und alle Verwandte, Freunde und Nachbarn sind total begeistert von ihm. Er hat sich so gut eingelebt, so dass er nach 4 Monaten in Deutschland schon den Kindergarten besuchen wird. Er ist unser Sonnenschein und wir können uns ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.


Bericht über die Entwicklung von Talia-Eleonora

Bild aus dem Kinderheim
Geburtsland: Kasachstan
adoptiert im Alter von
7 Monaten
Bild in der Adoptivfamilie
im Alter von 17 Monaten

Wir haben unseren Kindervorschlag am 18 Juni 2007 bekommen und sind am 02 Juli 2007 nach Uralsk / Kasachstan geflogen um einen Tag später unser Kind das erste Mal zu sehen. Es war Liebe auf den ersten Blick und dann  sahen wir sie jeden Tag  und sahen auch wie sie sich jeden Tag mehr und mehr entwickelt hat. Nach unserem Gerichtstermin durften wir Talia am anderen Tag zu uns nehmen. Wir waren positiv überrascht über das Kinderheim Nr. 1 in Uralsk. Natürlich ist jedes Kinderheim kein schöner Ort, jedoch ist die Atmosphäre sehr herzlich. Der Direktorin und den Betreuerinnen liegen die Kinder wirklich am Herzen. Nicht nur die Betreuerinnen ihrer Gruppe, sondern jeder, den wir auf den Gängen des Kinderheims getroffen haben sprach sie an. Die Kinder in Talias Gruppe und auch die anderen Kinder, die wir kennen gelernt haben, machen einen insgesamt fröhlichen Eindruck. Als wir Talia kennen lernten konnte sie nur auf den Rücken liegen und bei der Heimreise am 25 August 2007 konnte sie schon fast alleine frei sitzen. Im August hatte Sie eine Größe von 62 cm und ein Gewicht 6,9 kg (laut kasachischer Gemüsewaage in Uralsk) Heute hat Sie eine Größe von 78 cm und eine Gewicht von 10,7 kg (Juni 2008). Sie entwickelt sich sehr gut. Heute 11 Monate später kann sie laufen, schaukeln, Bobby-Car und Laufrad (mit 4 Rädern)fahren und spricht fast alles nach. Talia ist topfit und sehr agil, die im Kindervorschlag beschriebenen Krankheiten wurden von den Ärzten hier nicht bestätigt. Sie ist sehr anhänglich und benötigt viel Liebe und Zuwendung. Sie leidet manchmal unter Alpträumen und Ängsten. Sie schläft sehr unruhig und wacht mehrmals nachts auf, immer in der Angst, wir könnten nicht mehr da sein. Sie schreit und ruft dann nach Mama und Papa. Talia ist ein lebhaftes Mädchen, das gerne mit anderen Kindern und vor allem gerne im Freien spielt. Sie ist sehr neugierig und hält uns richtig auf Trapp. Aber das ist auch gut so. Es ist sehr interessant ihre Entwicklung zu beobachten und wir sind überglücklich unsere Talia bei uns zu haben. In der Verwandtschaft, dem Freundeskreis und in der Nachbarschaft ist Talia-Eleonora voll integriert. Die Informationslage war nicht immer ganz einfach  (wir waren die Ersten, die in Uralsk – Kasachstan mit ZfK adoptierten und viele Dinge sind einfach in Kasachstan anders als in Deutschland). Wir fühlten  uns in jeder Hinsicht sehr gut unterstützt und informiert. Wenn Probleme auftraten, konnten wir immer mit Hilfe und Unterstützung rechnen. Vielen Dank an Frau Zieger! Die Betreuung in Kasachstan war gut.  Die Koordinatoren für Uralsk,  die Dolmetscherin Luba und Oxana, der Fahrer Timur waren überaus professionell, aber auch mit viel Herzen dabei!
 

Bericht über die Entwicklung von Lena Olga

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
10 Monaten
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 2 Jahren

Nachdem wir unseren Kindervorschlag bereits im Dezember 2004 erhielten durften wir nach langer Wartezeit unsere Lena Olga im September 2005 im Alter von 19 Monaten aus Sibirien abholen. Wir befürchteten dass die Umstellung für Lena Olga sehr schwierig wird. Erfreulicherweise hat sich Lena Olga von Anfang an sehr gut bei uns eingelebt. Wir haben sie jetzt ein halbes Jahr bei uns und sie entwickelt sich sehr gut. Sie hat sehr schnell verstanden und mittlerweile kann sie schon sehr viele Wörter sprechen und fast alles nachsprechen. Lena Olga ist ein lebhaftes Mädchen, das gerne mit anderen Kindern und vor allem gerne im Freien spielt. Sie ist sehr neugierig und hält uns richtig auf Trapp. Aber das ist auch gut so. Außerdem geht sie einmal pro Woche ins Mutter Kind Turnen, das ihr viel Spaß macht. Es ist sehr interessant ihre Entwicklung zu beobachten und wir sind überglücklich unsere Lena bei uns zu haben.
 

Bericht über die Entwicklung von Faruch

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
14 Monaten
Bild in der Adoptivfamilie









im Alter von 2 Jahren

Wir haben Faruch mit 14 Monaten im Januar 2012 in Sankt Petersburg/Russische Förderation kennengelernt. Er lebte in einem sehr guten, freundlich gestaltetem und sauberen Heim mitten in der Stadt, wo die Kinder wirklich sehr liebevoll betreut und toll gefördert werden. Motorisch war er sehr gut entwickelt und machte auch alles nach was man ihm zeigte. Er war und ist sehr zutraulich und fremdelt überhaupt nicht. Vier Monate später war die Gerichtsverhandlung und weitere fünf Wochen später konnten wir ihn endlich im Juli 2012 zu uns holen. Er entwickelt sich prächtig und von einer Entwicklungsverzögerung ist nichts zu spüren. Die Entwicklung ist in vollem Gange! Das Sprechen läuft optimal. Er konnte nach zwei Wochen schon einige Wörte wie : „ Mama, Papa, Oma, Opa, Auto, Essen und Heia machen!“ Das ist echt super toll, so etwas erleben zu dürfen. Auch mit anderen Kinder hat er keine Probleme. Er spielt mit ihnen, lacht mit ihnen und macht selbstverständlich wie es sich für einen Jungen gehört auch liebevollen Blödsinn mit ihnen. Ein Leben ohne unseren Sohn können und wollen wir uns gar nicht mehr vorstellen. Er macht uns jeden Tag mehr Freude. Ein Glück, das man fast nicht mir Worten beschreiben kann. Und wer weiß, vielleicht bekommt er irgendwann noch eine Schwester oder einen Bruder dazu. Mal schaun.
 

Bericht über die Entwicklung von Lukas Stanislav

Bild aus dem Kinderheim
Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
10 Monaten
Bild in der Adoptivfamilie
im Alter von 2 Jahren

Zwischen Weihnachten und Neujahr 2007 bekamen wir einen überraschenden Anruf von unserem Jugendamt, dass soeben ein Kindervorschlag von „Zukunft für Kinder“ eingegangen wäre. Voller Spannung, aber auch mit Angst und Bedenken, sind wir dann Mitte Januar 2008 nach Novokuznetsk geflogen. Dort lernten wir im Kinderheim Nr. 2 den damals 10 Monate alten Stanislav kennen. Es war sofort Liebe auf den ersten Blick. Stanislav machte einen altersmäßig normal entwickelten Eindruck und auch alle späteren Untersuchungen in Deutschland bescheinigten einen guten Pflege- und Gesundheitszustand. Die Betreuung durch ZfK in Deutschland, aber vor allem auch vor Ort in Sibirien war Klasse. Wir sind überall gern gesehene Gäste gewesen. Uns wurde zu keinem Zeitpunkt im Heim oder von den Behörden vor Ort ein Stein in den Weg gelegt. Natürlich hatten wir, wie alle Adoptionsbewerber, schon im Vorfeld genug Papierkram für die deutschen und die russischen Behörden erledigt, bei dem einem so manches Mal das Verständnis gefehlt hat und wir unser Jugendamt und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von ZfK genervt haben. Der Weg war nicht immer einfach, aber all diese Mühe hat sich für uns gelohnt. Mitte April 2008 konnten wir dann zum zweiten Mal nach Novokuznetsk fliegen, um unseren Lukas Stanislav nach der Gerichtsverhandlung im Alter von 13 Monaten mit nach Hause zu nehmen. Lukas ist seit seiner Ankunft, die schon von Familie und Freunden sehnsüchtig erwartet wurde, voll integriert und geliebt. Er ist ein echter Sonnenschein, der (fast) immer gute Laune hat und alle Leute zum Lachen bringt. Lukas hat sich bestens eingelebt und ist kerngesund, spielt gerne mit anderen Kindern in der Kindergruppe oder auf dem Spielplatz. Er liebt Musik und hat einen ausgeprägten Ergeiz und Bewegungsdrang. Von Anfang an waren wir eine richtige Familie.

Bericht über die Entwicklung von Daniel

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
10 Monaten
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 4 Jahren

Als wir Daniel das erste Mal kennenlernen durften, war er 10 Monate alt, wirkte etwas schüchtern, konnte aber bereits (mit kleiner Hilfestellung) selbstständig laufen. Im Verlauf des ersten Kennenlernens und Spielens zeigte sich aber, dass er schon seinen „eigenen Kopf“ hatte und diesen sowohl gegenüber den anderen Kindern als auch gegenüber Erwachsenen durchzusetzen versuchte. Als wir Daniel dann endlich zu uns nach Hause nehmen durften, war er 17 Monate alt. Unmittelbar nach der Abholung im Kinderheim machten wir uns darauf gefasst, dass der plötzliche Verlust der für ihn bisher vertrauten Umgebung des Heims und der Wechsel zu den noch unbekannten neuen Eltern eine Schreck- oder Angstreaktion auslösen würden. Nichts aber von dem geschah. Daniel stellte sich vom ersten Moment an auf die neue Situation ein und akzeptierte uns als seine neuen „Vertrauten“. Dem Kinderheim oder seinen Betreuerinnen wurde keine Träne nachgeweint. Nach der Ankunft in Deutschland integrierte er sich schnell in die Familie und auch in sein neues Umfeld. Mama und Papa wurden für ihn nun langsam Realität und wir wurden „richtige“ Eltern. Daniels bisherige Entwicklung verlief ohne Probleme. Motorisch (z. B. beim Laufen, Klettern, Springen, Laufradfahren) war er seinen Altersgenossen immer voraus, bei der sprachlichen Entwicklung ließ er sich aber Zeit. Diese kam später als bei gleichaltrigen Kindern, dann aber mit einem kontinuierlichen Verlauf bis hin zur altersgerechten Sprache eines 4-Jährigen. Daniel ist heute ein typischer Lausbube, der immer wieder versucht, seinen „Dickkopf“ durchzusetzen, gleichzeitig aber bemüht ist, mit seinem „Charme“ die Situation für sich zu nutzen. So gelingt es ihm nicht selten, Mama, Papa oder die Kindergärtnerin – er besucht seit seinem dritte Lebensjahr den örtlichen Kindergarten – um den „Finger zu wickeln“. Durch den Besuch des Kindergartens, in den Daniel sehr gerne geht, hat er einen festen Freundeskreis, so dass sich diese Kinder gegenseitig auch zu Hause besuchen und dort gemeinsam spielen. Daniels derzeitige Leidenschaft sind – wie vermutlich bei vielen Jungen in seinem Alter - Flugzeuge und Autos und hier insbesondere Baustellen- und Feuerwehrfahrzeuge. Hiermit verbunden ist natürlich auch eine große Vorliebe für die entsprechenden Sachbücher, sei es Bücher für Kinder oder auch für Erwachsene. Da er derzeit nur die Bilder in diesen Büchern anschauen kann, die Texte sich aber von Erwachsenen vorlesen lassen muss, zeigt sich bei im auch bereits ein deutliches Interesse am Buchstaben erkennen und damit der Versuch lesen zu lernen.

Bericht über die Entwicklung von Tatjana-Agata

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 2 Jahren

Tatjana–Agata ist in der Russ. Förderation geboren. Das Kind verbrachte die Zeit von März bis November 2004 im Kinderheim. Tatjana war im November 2004 dem Alter entsprechend zu klein (61cm), und wog nur 6,5 kg. Ihr Gesundheitszustand war den Umständen entsprechend gut. Prognostizierte Krankheiten wie ein Herzfehler oder Hüftdysplasie hatten sich nach einer Untersuchung in der Uniklinik Heidelberg nicht bestätigt. Jedoch wurde eine dritte Niere entdeckt. Tatjana ist ein sehr fröhliches, aufgewecktes lebendiges Kind. Sie liebt die Musik, vor allem aber schwimmt sie gerne.  Als Tatjana Agata zu uns kam war sie keine große Esserin. Inzwischen isst sie alle Portionen altersentsprechend und hat schöne Pausbäckchen bekommen. Sie ist auch aufmerksamer geworden und entdeckt  täglich neue Gegenstände in der Wohnung, die sie krabbelnd und aufrechtgehend erkundet. Sie plappert viel in der Babysprache und singt gerne. Ihre ersten Worte waren Mama, Papa, Tata für Tatjana. Mittlerweile kann sie auch Tierstimmen imitieren. Sie hat gelernt, einen kleinen Turm zu bauen, und kritzelt auch schon das ein oder andere auf ein Blatt Papier. Sie ist sehr interessiert und macht z. B. Fingerspiele oder klatschen nach. Sie fährt gerne Bobbycar und Dreirad, schaukelt gerne auf ihrem Schaukel–Elch oder hüpft mit Hilfestellung auf Ihrem Gummi-Hüpf-Esel. Natürlich kann sie schon lange selbständig sitzen und räumt gerne Spielsachen aus Kisten. Tatjana Agata besucht einmal wöchentlich im Klinikum Ludwigshafen unter therapeutischer Anleitung einen Baby-Schwimmkurs. Tatjana Agata liebt ihren Schwimmkurs über alles, sobald sie das Gebäude erkennt wedelt sie mit den Händen und singt. – Natürlich weint sie wenn die Stunde zu Ende ist. Außerdem besuchen wir zweimal wöchentlich einen Krabbelkurs. Wir treffen uns in der Turnhalle und singen, machen Fingerspiele und spielen mit Bällen, rutschen u.s.w.

Bericht über die Entwicklung von Johanna Swetlana

Bild aus dem Kinderheim
Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie
im Alter von 2 Jahren

Als am 14.10.2008 im Kinderheim in Novokuznetsk die Tür auf ging und eine Frau mit einem kleinen Mädchen auf dem Arm herein kam, war es sofort um uns geschehen. Wir wussten sofort: Dieses Mädchen wollen wir adoptieren. Sie kam gleich auf uns zu und machte es uns sehr leicht, da sie schön mit uns spielte und keine Angst vor uns hatte. Am nächsten Tag mussten wir sie  leider verlassen. Wir wussten aber, dass sie in guten Händen ist und man sich gut um sie kümmert. Am 04.02.2009 reisten  wir in Deutschland ein, mit unserer Tochter Johanna Swetlana. Da wir schon eine Woche in Russland zusammen verbracht haben, verlief die Reise problemlos. Zwar war es sehr anstrengend, aber dennoch war Johanna sehr brav. Die Anfangszeit war für uns sehr stressig, da Johanna sehr auf ihre Mutter fixiert war und nur sehr zögerlich auf andere zuging. Zum Glück legte sich das sehr schnell und heute liebt sie ihren Papa über Alles. Die Omas, Opas, Tanten, Onkels, Cousine und Cousin sind sehr wichtige Personen für Johanna geworden. Schon nach wenigen Wochen hat sie jedes Wort verstanden und auch einige Worte nachgesprochen. Jetzt ist sie zwei Jahre und fünf Monate alt, spricht kurze Sätze, und alles nach was man ihr vorsagt. Zum Glück ist Johanna kerngesund, sie hatte bis jetzt nur zwei Mal Schnupfen und ein bisschen Husten. Wir besuchen die städt. Musikschule und das Mutter-Kind-Turnen. Beides macht Johanna sehr viel Spaß und sie macht immer interessiert mit. Ihre große Auffassungsgabe und Geschicklichkeit verblüfft uns jeden Tag aufs Neue, sie steht anderen Kindern in Nichts nach. Von Freunden, Nachbarn und Bekannten wurde sie sehr gut aufgenommen und akzeptiert. Ihrem unverwechselbaren Charme und ihrer freundlichen Art kann man nicht entkommen, man muss sie einfach gern haben. Wir sind sehr glücklich, dass wir uns für diesen manchmal schweren Weg entschieden haben, denn dadurch haben wir unsere Tochter Johanna Swetlana bekommen, für uns die wunderbarste Tochter der Welt.

Bericht über die Entwicklung von Anuschka Maria

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 3 Jahren

Anuschka Maria lernten wir im Februar 2004 als verängstigtes, weinendes und völlig aufgelöstes kleines Mädchen, das Anzeichen von Hospitalismus zeigte, kennen. Bereits im medizinischen Bericht wurde sie als sehr ängstlich Neuem gegenüber beschrieben. Hauptdiagnose: Milchunverträglichkeit. Bereits im März 04 durften wir Anuschka abholen. Auch bei Gericht wurden wir nochmals darauf hingewiesen, dass sie sehr viel Zeit brauchen wird, Vertrauen zu uns aufzubauen. Tränenreich und angstvoll war der Abschied im Kinderheim und die ersten Tage – noch in Russland – forderten uns alle. Bei der Ankunft „zu Hause“ wurde Anuschka – auch Dank Ihres großen Bruders – ruhiger, weinte weniger, war nur nach dem Aufwachen durch den Wind. Von Woche zu Woche gingen die hospitalistischen Störungen zurück, von Milchunverträglichkeit keine Spur – unsere Tochter isst alles (und am Anfang sehr, sehr viel). Anuschka entwickelte sich von einem verängstigten Kind zu einem fröhlichen, lebhaften und charmanten Mädchen. Sprachlich war Anuschka verzögert, sie holte aber sehr gut auf und spricht nun sehr gut und ist altersgemäß entwickelt. Durch ihre Frühgeburt und die vermutliche Mangelernährung aufgrund der Diagnose war Anuschka sehr klein und zierlich. Mittlerweile hat sie an Gewicht und Größe zugelegt und ist altersgemäß entwickelt.
Wir erlebten bei unserer zweite Adoption eine unglaubliche Entwicklung unserer Tochter, die wir selbst nie für möglich gehalten hatten und uns umso mehr darüber freuen können. Ein kleines Goldstück, das uns auf Trab hält.

Bericht über die Entwicklung von Juri

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Ukraine
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie
im Alter von 3 Jahren


Wir haben Juri mit 14 Monaten in der Ukraine kennen gelernt. Er hatte das Glück, in einem gut geführten Heim aufzuwachsen, wo die Kinder liebevoll betreut wurden. Trotzdem hatte er durch den Heimaufenthalt und seine Augenkrankheit (angeborener grauer Star) erhebliche Entwicklungsverzögerungen. Juri hat sich bei uns zuhause sofort wohl gefühlt und ist schon nach kurzer Zeit total aufgeblüht. Einige Wochen später wurden seine Augen operiert. Ab diesem Zeitpunkt hat unser Sohn mit Begeisterung begonnen, die Welt zu entdecken. Inzwischen hat er sich an seine Kontaktlinsen und die Brille gewöhnt und bekommt regelmäßig Sehförderung. In der Sehentwicklung hat er dadurch schon einiges aufgeholt. Von den übrigen Entwicklungsrückständen ist so gut wie nichts mehr zu bemerken. Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir diese Entwicklung erleben und begleiten dürfen und können uns ein Leben ohne unseren fröhlichen kleinen Spatz schon lange nicht mehr vorstellen.
 

Bericht über die Entwicklung von Nikolai Andrej

Bild aus dem Kinderheim
   Geburtsland: Russland
    adoptiert im Alter von
  1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie
     im Alter von 4 Jahren

Wir lernten Nikolai im Januar 2006 im Alter von 11 Monaten im Kinderheim Nr. 1 in Novokuznetzk (Sibirien) kennen. Das Glücksgefühl, diesen kleinen, zarten und sehr ernsten Jungen - unseren Sohn!- das erste Mal in unseren Armen halten zu dürfen, ist nicht mit Worten zu beschreiben. Ebenso wenig, wie schwer uns oft die Wartezeit bis zur Abholung im August 2006 fiel… Als sich hinter Nikolai die Heimtür schloss, begann unser aller neues Leben, jedoch viel sanfter als gedacht. Nikolai ließ sich sofort ohne Vorbehalte auf uns ein und brauchte nur eine Stunde, um im Hotel zu einem fröhlich lachenden Jungen zu werden, der scheinbar sofort unsere Sprache zu verstehen schien. Die Mitarbeiter vor Ort in Russland haben uns stets - ob bei Gericht oder allen darauffolgenden Formalitäten - an die Hand genommen, alles war perfekt organisiert und gut machbar. Das ist nun schon drei Jahre her… Nikolais anfänglicher Hospitalismus verlor sich schon nach vier Wochen. Er ist in Familie und Nachbarschaft liebevoll integriert worden und sehr kontaktfreudig. Nikolai hat der Storch vom Jugendamt in der Zwischenzeit eine kleine Schwester gebracht, und die beiden sind ein tolles Team! Nikolai (4 1/2 Jahre) besucht seit einem Jahr den Kindergarten mit großer Begeisterung und konnte dort auch neue Freundschaften schließen. Als besondere Gabe hat er seine Musikalität und rasche Auffassungsgabe mitgebracht… Das größte Abenteuer unseres Lebens war zugleich unsere beste Entscheidung!

Bericht über die Entwicklung von Florian

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Bulgarien
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 3 Jahren

Wir haben unseren Sohn Florian im April 2010 im Alter von 23 Monaten in Sofia kennen gelernt. Nach 4 Monaten später haben wir unseren Sohn aus dem Kinderheim abgeholt. Florian war ein sehr großes Baby, er konnte nur laufen und nicht sprechen, da er es nie gelernt hatte. Florian wurde mit einer Lippen-Kieferspalte geboren und die erste Operation war in Bulgarien. Ende März hatte unseren Sohn Florian mehrere Operationen an der Lippe. Nach der Operation war alles viel besser, Florian konnte deutlich besser trinkt, sprechen und die übrigen Entwicklungsrückständen sind nicht mehr zu bemerken. Unser Sohn Florian ist ein sehr glücklicher und fröhlicher Junge. Er singt und spricht den ganzen Tag lang. Ein Leben ohne unseren Sohn können wir uns nicht mehr vorstellen. Wir können nur allen Bewerbern empfehlen sich auch über die Aufnahme eines Kindes mit einer Lippen-Kieferspalte zu beraten lassen und alle Interessenten können Sie hierzu gerne auch nochmals persönlich, telefonisch oder per E-Mail an uns wenden. Wir möchten uns nochmals recht herzlich bei allen Mitarbeitern des Vereins Zukunft für Kinder e. V. sowie bei Herrn und Frau Sorg und den bulgarischen Partnern Family hierbei vor allem bei unserer Dolmetscherin Dimka bedanken für die gute Zusammenarbeit und die tolle Unterstützung bei unserer Adoption.

Bericht über die Entwicklung von Alexander

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Ukraine
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 3 Jahren

Wir sind mit unserem Alexander am 01.05.05 nach Deutschland zurückgekehrt. Er hat in dieser Zeit schon enorme Fortschritte gemacht. Anfangs war die Eingewöhnungsphase etwas schwierig, aber das hat sich schnell gelegt. Er ist ein lebhaftes, liebenswertes und zufriedenes Kind. Er schläft noch sehr viel. Mittags ca. 2,5 Std., was er aber noch braucht. Er hat einige Entwicklungsrückstände, wo wir aber hoffen, dass er die bis zum Schulalter aufgeholt hat. Seine Sprache ist noch sehr dürftig, das kommt so ganz langsam mit einzelnen Worten (Mama, Papa, Oma, Opa usw.).Er bekommt zurzeit Ergotherapie, was ihm sehr gut bekommt. Er ist sehr musikalisch, alles was Musik betrifft interessiert ihn. Wir singen deshalb auch sehr viel mit ihm. Alexander kommt dieses Jahr in einen heilpädagogischen Kindergarten, wo speziell seine Defizite aufgeholt werden. Eine negative und etwas langwierige Sache ist eingetreten. Alexander hatte Parasiten, die er aber schon im Kinderheim hatte. Dieses ist leider bei uns erst sehr viel später festgestellt worden. Er hat seitdem zeitweise immer breiigen Stuhl. Wir sind deswegen auch in ärztlicher Behandlung. Man hat uns allerdings auch gesagt, dass das eine sehr langwierige Angelegenheit ist. Nichts desto trotz sind wir eine rundherum glückliche Familie und wir möchten unseren Sohn nicht mehr missen. Wir lieben ihn über alles.

Bericht über die Entwicklung von Tobias

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Ukraine
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 3 Jahren


Tobias geht seit vier Monaten in den Kindergarten und hat viel Freude daran. Jetzt werden es schon zwei Jahre seit unser Sonnenschein zu Hause ist. Er hat ca. vier - fünf Monate gebraucht um den Rückstand zu Altersgenossen aufzuholen (Gewicht, Größe etc.). Tobias hat relativ spät angefangen zu sprechen, er war fast 2 1/2, dafür spricht er jetzt außergewöhnlich gut für sein Alter (lt. Kindergarten). Keine Babysprache, sehr deutlich und großer Wortschatz.


Bericht über die Entwicklung von Anton

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 6 Jahren


Anton ist unser Sonnenschein, er lacht von morgens bis abends. Er hat sich hier sehr gut eingelebt und fühlt sich wohl. Wir haben Anton mit 4 ½ Jahren in Russland-Kirov adoptiert. Im Kinderheim kam er gleich auf uns zu und machte es uns sehr leicht, da er schön mit uns spielen wollte. Leider war das erst das Kennenlernen, am liebsten hätten wir ihn gleich mitgenommen. Aber es ging sehr schnell, nach 6 Wochen durften wir ihn holen. Anton ist sehr sportlich – Bodenturnen und Geräte. Er hat hier auch sehr schnell Freunde gefunden und ist am liebsten mit dem Fahrrad im Ort unterwegs. Oma, Opa, Patentante und die Onkel sind sehr wichtige Personen für ihn geworden. Von Freunden, Nachbarn und Bekannten wurde er sehr gut aufgenommen und akzeptiert. Wir sind froh und glücklich, dass wir uns für diesen manchmal schweren (anstrengenden) Weg entschieden haben. Dafür haben wir unseren Sohn bekommen. Wir fühlten uns in jeder Hinsicht sehr gut unterstützt und informiert. Wenn Probleme auftraten, konnten wir immer mit Hilfe und Unterstützung rechnen. Vielen Dank an Frau Zieger, die Dolmetscherinnen und Fahrer in Russland-Moskau-Kirov. 
 

Bericht über die Entwicklung von Andre

Bild aus dem Kinderheim
  Geburtsland: Kasachstan
  adoptiert im Alter von
  10 Monaten
Bild in der Adoptivfamilie
   im Alter von 14 Monaten
Bild ind der Adoptivfamilie
im Alter von 3,5 Jahren
 
 
 
 
Wir haben André im Kinderheim in Ust-Kamenogorsk in Ost-Kasachstan im Alter von 10 Monaten kennengelernt. Er war anfänglich ein nach aussen hin etwas verängstigtes und zurückhaltendes Kind und es hat einige Tage gedauert bis er „aufgetaut“ ist. Bereits im Kinderheim hat er sich darüber sichtlich gefreut, wenn wir uns mit ihm beschäftigt haben. Die Entscheidung, den Kindervorschlag dann endgültig anzunehmen war für uns (und auch für ihn) eigentlich nur noch eine Formalität. Nach ziemlich genau zwei Monaten konnten wir ihn dann aus dem Kinderheim in sein neues Zuhause abholen. Er hat sich relativ schnell sehr gut eingelebt und macht sehr gute Fortschritte. Er entwickelt sich absolut altersgerecht und zu den anderen Kindern in der Krabbelgruppe, die er regelmäßig besucht, hat er keine erkennbaren Defizite. André zeigt größtes Interesse an allem, was er neu sieht oder in seine Hände bekommt. Er untersucht alles bis ins Kleinste und es ist eine Freude, ihm dabei zuzusehen. Zu Beginn hatte er Probleme beim Einschlafen, das war ein täglicher Kampf. Wir vermuten, dass er hier unter irgendwelchen Ängsten litt. Mittlerweile hat sich das jedoch gelegt und er schläft sofort nach dem Zubettgehen ein und schläft auch durch. Er ist jetzt „angekommen“ und wir sind zu einer ganz normalen Familie geworden. Mit seinem Charme und seinem entwaffnenden Lächeln hat er uns erobert und man kann ihm eigentlich nie böse sein. Wir können uns ein Leben ohne ihn absolut nicht mehr vorstellen.

Bericht über die Entwicklung von Sasha Alexander

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Ukraine
adoptiert im Alter von
2 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 4 Jahren


Sasha Alexander ist nun seit zwei Jahren bei uns. Unser Schatz geht seit 1,5 Jahren mit voller Begeisterung in den Kindergarten und ist dort voll integriert. Als wir ihn mit 2,5 Jahren kennen lernten hat er kaum gesprochen, mittlerweile steht der Mund nicht mehr still. Von seiner körperlichen und geistigen Entwicklung ist er auf dem gleichen Stand wie die anderen Kinder seines Alters. Mit der Sprache (nicht mit dem Verstehen nur mit dem Sprechen) hatte er lange Zeit ziemliche Probleme. Seit er diesbezüglich Förderung beim Logopäden und auch täglich im Kindergarten bekommt, ist es schon richtig super geworden. Sasha ist ein sehr bewegungsfreudiges Kind. Er konnte mit drei Jahren und neun Monaten schon Fahrrad ohne Stützräder fahren und hat im Sommer begonnen das Inlineskaten zu lernen. Obwohl er auch ein ziemlicher Sturkopf sein kann, zeichnet ihn doch seine charmante und freundliche Art aus. Man muss ihn einfach gern haben!
 

Bericht über die Entwicklung von Jannick-Assen

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Bulgarien
adoptiert im Alter von
2 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 4 Jahren


Das ist Jannick-Assen, jetzt 4 ½ Jahre alt. Mit zwei Jahren haben wir ihn aus Burgas (Bulgarien) aus einem Kinderheim abgeholt. Er hat sich bei uns prächtig entwickelt. Alle haben ihn sehr ins Herz geschlossen. Jannick-Assen ist sehr aufgeweckt und neugierig. Alles will er wissen. Er fühlt sich bei uns zu Hause und bei Freunden und Verwandten sowie im Kindergarten sehr wohl. Wir sind unbeschreiblich glücklich mit ihm und wir danken dem Verein „Zukunft für Kinder“ sehr für diesen tollen Kindervorschlag, den wir vor drei Jahren bekommen haben.
 

Bericht über die Entwicklung von Victoria

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
3 Jahren
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im Alter von 6 Jahren

Victoria wurde im Alter von drei Jahren aus der Russischen Föderation adoptiert. Innerhalb von drei Monaten hat sie gelernt, akzentfrei deutsch zu sprechen.
Bei der Adoption war Victoria 86 cm groß. Sie ist in der Folgezeit jedoch sehr schnell gewachsen und hat nun, im Alter von sechs Jahren, eine Größe von 122 cm erreicht.
Victoria geht seit September 2005 in die Schule, deren Besuch ihr sehr viel Spaß bereitet. Sie hat ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten.

Bericht über die Entwicklung von Nikolai Igor

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
3 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 5 Jahren


Nikolai Igor lernten wir im September als knapp dreijährigen Jungen kennen. Vom ersten Moment an war Nikolai vertrauensvoll uns gegenüber, fröhlich und interessiert an allem, was wir mit ihm unternahmen. Wir waren überrascht, weil nichts von dem, auf was wir vorbereitet waren, zutraf. Bereits fünf Wochen später durften wir Nikolai, einen Tag vor seinem dritter Geburtstag, abholen. Er sprach fließend russisch, unterhielt sich mit allen Leuten im Flugzeug und war ständig in Aktion. Das Wort Langeweile konnten wir aus unserem Wortschatz streichen. Innerhalb von wenigen Tagen plapperte Nikolai die ersten deutschen Wörter, bildete bald kleine Sätze und überraschte uns täglich mit Dingen, die er ausprobierte und spielte. Da er einen großen Bewegungsdrang hatte, waren wir viel in der Natur unterwegs, machten ausgedehnte Spaziergänge und waren mit dem Dreirad und bald dem Roller unterwegs. Nikolais Sprache war innerhalb eines Jahres so gut, dass keiner einen Unterschied zwischen ihm und anderen Gleichaltrigen hören konnte. Er turnt und schwimmt sehr gut, und liebt es, draußen unterwegs zu sein. Seine Feinmotorik war schwach ausgeprägt, zudem kam noch eine Linkshändigkeit dazu – auch hier hat er in den vergangenen drei Jahren tolle Fortschritte gemacht und ist nun als Vorschüler im Kindergarten bestens vorbereitet für seine Einschulung im Jahr 2006. Als wir 15 Monate nach seiner Ankunft nochmals das Abenteuer Adoption angingen und er eine Schwester bekam, war er auf der einen Seite völlig begeistert, nun eine Schwester zu haben, machte aber auf der anderen Seite auch Rückschritte in seiner Entwicklung. Dies hat sich aber mittlerweile völlig normalisiert und die beiden sind ein tolles Geschwisterpaar.
 

Bericht über die Entwicklung von Alexandra

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 6 Jahren
 
Alexandra kam im Alter von 4 ½  Jahren in unsere Familie. Auf sie warteten ein große Schwester (17 Jahre) und ein Bruder (19 Jahre). Sie lebte sich aufgrund ihrer fröhlichen und aufgeschlossenen Art sehr schnell in unsere Familie ein. Sie verstand sehr schnell die deutsche Sprache, inzwischen spricht sich auch sehr gut deutsch – man merkt den Unterschied zu anderen Kinder nicht mehr. Alexandra war körperlich und geistig altersgerecht entwickelt. Sie machte einen sehr selbstbewussten Eindruck, ist aber ein sehr sensibles Kind. Sie ist sehr anhänglich und benötigt viel Liebe und Zuwendung. Sie litt sehr stark unter Alpträumen und Ängsten. Vor allem das erste Jahr schlief sie sehr unruhig und wachte mehrmals nachts auf, immer in der Angst, wir könnten nicht mehr da sein, rief sie dann nach Mama und Papa. Inzwischen fühlt sie sich bei uns „sicher“. Sie ist sehr lebhaft und interessiert sich für alles. Besonders gern malt und bastelt sie. Im September 2007 kommt sie in die Schule, darauf freut sie sich schon sehr. Sie übt ganz fleißig das Schreiben der Zahlen und Buchstaben und rechnet schon ein bisschen. Wir sind sehr glücklich und zufrieden über ihre Entwicklung. Alexandras große Geschwister gehen nun mehr und mehr ihre eigenen Wege. Darüber ist sie manchmal etwas traurig. Wir haben  uns entschlossen, noch einmal den Weg einer Auslandsadoption zu wagen. Alexandra kann es kaum erwarten, ihr neues Geschwisterkind (möglichst einen kleinen Bruder) abholen zu können ...
 

Bericht über die Entwicklung von Karina Sophia

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  Geburtsland: Kasachstan
  adoptiert im Alter von
  3 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie
      im Alter von 5 Jahren

Wir haben Karina im Alter von drei Jahren aus Kasachstan adoptiert. Sie hatte bis dahin fast ihr ganzes Leben im Kinderheim verbracht, wo sie nie wieder hinmöchte, da sie Angst hatte, wie sie uns oft erzählt. Bei unserem ersten Besuchskontakt im Kinderheim hat sie auf dem Schoß ihrer Pflegerin gesessen und fast die ganze Zeit vor Angst geweint. Von uns wollte sie gar nichts wissen. Aber schon bei unserem nächsten Besuch war sie aufgetaut und freute sich auf unseren Besuch. Besonders Zutrauen fasste sie zu ihrem Papa. Er konnte sie auch immer wieder beruhigen und ihre Ängste zerstreuen. Karina konnte kaum sprechen. Sie wog nur 10 kg und war 89 cm groß. Sie war auch recht schwach und konnte nicht lange laufen, so dass der Papa sie viel tragen musste. Zu Hause angekommen, mussten wir erst einmal einen Rhythmus als Familie finden. Sie wurde sehr herzlich in der Familie aufgenommen, und wir erhielten auch viel Unterstützung. Sie ist ganz gesund, so hatten wir ‚nur‘ mit der Entwicklungsverzögerung und den Sprachproblemen zu kämpfen. Durch ihren gesunden Appetit und ihren Bewegungsdrang hat sie körperlich alles aufgeholt. Sie ist heute mit fünf Jahren 107 cm groß und wiegt 17 kg. Sie läuft ausdauernd und spielt gerne im Wald und in der Sandkiste. Sie fährt sehr gut Fahrrad, Roller, läuft auf Blockstelzen und hat im Sommer die ‚Seerobbe‘ im Schwimmbad geschafft. Sie übt fleißig Federball spielen und Rollschuhlaufen. Sie spielt gerne mit anderen Kindern zusammen und hat sich sehr gut im  Kindergarten eingelebt. Ihre Sprache hat sich deutlich verbessert. Sie kann alle Buchstaben aussprechen, versteht alles, hat Ausdauer kleinen Geschichten zuzuhören und kann sich auch mitteilen. Sie singt gerne, ist motorisch sehr begabt und hat Freude an handwerklichen Spielen wie Lego, Holzwerkbank und Webrahmen. Sie malt gerne, und auf ihren Bildern kann man jetzt etwas erkennen. Sie puzzelt gerne, wir spielen gemeinsam Brettspiele und üben gerade das Zählen. Aus einem kleinen, unglücklichen, kasachischen Mädchen ist ein glückliches, selbstbewusstes Mädchen geworden, das sozial aufgeschlossen ist und in Deutschland eine neue Familie und Freunde gefunden hat!

Bericht über die Entwicklung von Manuel Andrej

Bild aus dem Kinderheim
    Geburtsland: Russland
    adoptiert im Alter von
    3 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie
     im Alter von 6 Jahren

Im November 2003 haben wir unseren Kindervorschlag erhalten und schon einen Monat später durften wir „unseren 3 ½ jährigen Andrej“ im russischen Kinderheim mehrmals besuchen und kennen lernen. Überraschenderweise lernten wir im Heim auch Andrejs leibliche Oma kennen, zu der Andrej eine sehr herzliche Beziehung hatte (und auch heute noch hat). Weitere zwei Monate später, im Februar 2004, konnten wir Andrej adoptieren und bei dieser zweiten Reise als Familie nach Deutschland zurückkehren. Trotz des schmerzvollen Abschiedes von seiner Oma hat Andrej sich sehr schnell bei uns eingelebt. Dies liegt sicher an Andrejs sonnigem Gemüt und seiner aufgeschlossenen Art. Andrej ist sehr selbstbewusst, sehr aufmerksam und an allem interessiert. Er hat ein sehr weiches, warmherziges Herz, das er jedoch leider nicht bzw. nur sehr selten in Kindergruppen zeigt. Hier ist oft nur die „harte Schale“ zu spüren und sein Sozialverhalten führt oftmals zu Integrationsproblemen. Es bedarf in der Zukunft noch einer starken Aufarbeitung, doch auch in diesem Punkt hat Andrej schon erstaunliche Fortschritte erzielt. Auch im Hinblick auf Andrejs Zähne sind wir mittlerweile sehr zuversichtlich; Andrej hatte ein sehr schlechtes Milchgebiss, das unter Vollnarkose mehrstündig saniert werden musste und es war zu befürchten, dass die zweiten Zähne eventuell in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Doch heute freuen wir uns schon über sechs gesunde bleibende Zähne. Andrej ist nun schon über 2 ¼  Jahre bei uns und wir sind zu einer sehr glücklichen und harmonischen Familie zusammengewachsen. Wir genießen den Familienstatus und wir freuen uns sehr über- und miteinander. Ja, wir sind sehr dankbar über unseren Andrej; Andrej hat unser gemeinsames Leben sehr bereichert! Und nun sind wir wieder gespannt, auf unseren Kindervorschlag. Wir wünschen uns noch ein zweites Kind und stehen schon seit ca. 1 Jahr erneut in der Bewerberliste bei „Zukunft für Kinder e. V.“, denn mit ZfK haben wir bei unserer ersten Adoption sehr gute Erfahrungen gemacht.
 

Bericht über die Entwicklung von Markus

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Bulgarien
adoptiert im Alter von
4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 6 Jahren

Seit fast drei Jahren lebt nun unser Sohn Markus bei uns. Er hat sich sehr gut entwickelt, kann sogar seit letztem Jahr die Schule besuchen. Durch konzentrierte Krankengymnastik und Frühförderung hat er viele Defizite aufgeholt. Eine Operation am rechten Bein letztes Jahr in München erleichtert ihm jetzt auch das Laufen.

Bericht über die Entwicklung von Jelena und Julia

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
4 + 5 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 5 + 6 Jahren

Liebe Adoptiveltern in Spe, ich/wir könnten hier natürlich, wie alle (begeisterten) Eltern ganze Romane verfassen – was Ihnen aber wohl nicht helfen würde. Deshalb möchte ich nach anderthalb-jähriger Adoptivelternzeit zusammenfassend sagen, dass wir uns als ganz normale Familie empfinden und es auch von Außen bestätigt wissen. Wir haben die gleichen  Problemchen des Alltags zu meistern und erleben die gleichen Freuden wie „normale“ Familien. Jelena & Julia sind die ersten zwei bzw. drei Jahre bei ihrer leiblichen Mutter aufgewachsen, kamen aufgrund von Vernachlässigung in ein Kinderheim in der Region. Dort lebten sie in einer Gruppe mit insgesamt neun Kindern  und jeweils zwei Erzieherinnen. Die Heimleiterin sowie die Erzieherinnen/Logopädin, die wir kennen gelernt haben waren sehr engagiert; als Beispiel sei hier nur erwähnt, das die Direktorin eigens für die Kinder einen Streichelzoo (Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Mäuse aber auch Schildkröten...) eingerichtet hatte. Wenn man bedenkt wie gut es den Kindern dort ging, im Vergleich zu den Vorstellungen, die wir vorher von russischen Heimen hatten, konnte man die vielen Fragen, und nochmaligen Nachfragen der Behörden zu der zukünftigen Versorgung der Kinder besser erdulden. Einen Monat nach unserer Heimkehr hatten wir das große Glück, dass beide Mädchen in den Kindergarten gehen konnten. Sie brauchten beide wieder den Kontakt zu Gleichaltrigen – und die Probleme mit der Verständigung gab es nur in den Köpfen der Erwachsenen. Aufgrund der Schulpflicht in Schleswig-Holstein musste Jelena im September 08 eingeschult werden (sie besuchte deshalb auch eine Fördergruppe im Kindergarten) – hiervor hatten wir eigentlich am meisten Angst/Bedenken, die sich aber  ebenfalls als haltlos erwiesen. Jelena blühte in der Schule, sowohl sozial als auch sprachlich erst richtig auf. Julia geht weiterhin zum Kindergarten und ist, wie man so schön sagt, vollständig integriert. Ansonsten sieht es bei den beiden aus wie bei Gleichaltrigen: Tanzen oder Turnen, Singen oder Musik hören, mit Freunden spielen... Unsere Freunde, Verwandten und Bekannten haben uns zum großen Teil unterstützt, wo sie konnten. Die Skeptiker mussten inzwischen einsehen, dass eigentlich alles gut läuft. Inzwischen haben Jelena und Julia dann doch noch wider Erwarten eine Schwester bekommen und kümmern sich nach anfänglicher Zurückhaltung auch liebevoll um sie. Wie schon einleitend gesagt, würden wir nach unseren bisherigen Erfahrungen wieder diesen Weg gehen.
Hendrike & Marc

Bericht über die Entwicklung von Anna

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Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
12 Monaten
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 17 Monaten

Wir haben Anna (1) zusammen mit ihren zwei Geschwistern Timo (6) und Roman (2) im Mai 2005 in Sibirien zum ersten mal kennengelernt. Von der ersten Minute an war für uns klar, daß wir sie alle drei adoptieren möchten. Bereits im September 2005 konnten wir mit Ihnen die Heimreise antreten. Nach einer turbulenten Startphase fanden wir langsam unseren alltäglichen Rhythmus. Im Heim und in den ersten Wochen zu Hause war Anna  sehr sehr ruhig und passiv beobachtend, lebte dann aber auch auf und will jetzt ihren Brüdern in nichts mehr nachstehen. Dabei ist es für uns faszinierend zu sehen, wie sie Negatives und Positives von Timo und Roman bis ins Detail nachahmt. Sie ist unerschrocken aufgeschlossen für alles Neue was sich ihr bietet. Von Anfang an war auch Anna trotz einiger Diagnosen gesund. Sie ist ein einfaches und unkompliziertes Kind, das sich bestens entwickelt
 

Bericht über die Entwicklung von Roman

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
2 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 2,5 Jahren

Wir haben Roman (2) zusammen mit seinen zwei Geschwistern Timo (6) und Anna (1) im Mai 2005 in Sibirien zum ersten Mal kennengelernt. Von der ersten Minute an war für uns klar, dass wir sie alle drei adoptieren möchten. Bereits im September 2005 konnten wir mit Ihnen die Heimreise antreten. Nach einer turbulenten Startphase fanden wir langsam unseren alltäglichen Rhythmus. Wir erlebten Roman im Heim als ungeliebtes, schreiendes Kind. Er hatte Anzeichen von Hospitalismus und es war schwer für uns einen Zugang zu finden. Seit wir zu Hause sind hat Roman riesige Fortschritte gemacht. Besonders wichtig sind für ihn fest geregelte Tagesabläufe. Die diagnostizierten Krankheiten haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Ob Fußball oder Musik, Roman ist voll dabei. Sein Sprachdefizit (nur lallende Babysprache) ist bereits Vergangenheit. Beim Erzählen vergisst er teilweise Luft zu holen. Seine Lieblingsbeschäftigung ist nach wie vor essen. Tritt man nicht auf die Bremse, vertilgt er locker Erwachsenenportionen.


Bericht über die Entwicklung von Timo

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
6 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 6,5 Jahren

Wir haben Timo (6) zusammen mit seinen zwei Geschwistern Anna (1) und Roman (2) im Mai 2005 in Sibirien zum ersten Mal kennengelernt. Von der ersten Minute an war für uns klar, dass wir sie alle drei adoptieren möchten. Bereits im September 2005 konnten wir mit Ihnen die Heimreise antreten. Nach einer turbulenten Startphase fanden wir langsam unseren alltäglichen Rhythmus. Wir waren erstaunt wie schnell und gut wir uns mit Timo verständigen konnten. Timo lernte schnell Deutsch und ist auch sonst sehr wissbegierig. Auffallend war seine ausgeprägte Körperkoordination. Entwicklungsverzögerungen holt er schnell  auf. Er fühlt sich sehr wohl bei uns und hat auch schon Freunde gefunden. Er liebt die neu gewonnene Freiheit sehr, aber sein großes Problem ist, dass es auch hier Regeln und Grenzen gibt. Timo kümmert sich liebevoll um Anna und Roman auch wenn die „Kleinen“ mehr Zeit brauchen genießt er seine Rolle als „Großer.“ Wir sind froh, dass er gesund ist und warten gespannt auf seine weitere Entwicklung.

Bericht über die Entwicklung von Ilja

Bild aus dem Kinderheim
    Geburtsland: Russland
    adoptiert im Alter von
    4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie
      im Alter von 5 Jahren

Am 19.03.2008 ging unser Wunsch in Erfüllung und Ilja gehörte offiziell zu unserer Familie. Bereits beim Kennenlernen hatten wir Ilja bereits in unser Herz geschlossen und konnten es kaum erwarten bis wir Nachrichten aus Russland bekamen. Ilja war zum Zeitpunkt der Adoption fast vier Jahre alt und ein sehr aufgewecktes fast immer fröhliches Kind. Wir – sowie auch viele andere Adoptionsbewerber – hoffen meistens ein Kleinkind zu bekommen um die Eingewöhnungsphase, usw. für alle zu erleichtern. Hiermit möchten wir uns an alle Adoptionsbewerber wenden und aus unserer Erfahrung berichten, dass auch wir ganz am Anfang so dachten, dann aber bei der Bewerbung angaben auch gerne ein 4 oder 5 Jahre altes Kind bei uns aufzunehmen. Niemals werden wir diese Entscheidung bereuen, da uns nichts Besseres passieren konnte und wir so Ilja bekamen. Ilja reiste mit uns am 26.03.2008 nach Deutschland und konnte bereits nach kürzester Zeit die ersten deutschen Worte um sich verständlich zu machen. Am 1. Juli machten wir einen Schnuppertag in unserem Kindergarten und die Erzieherinnen waren sprachlos wie gut sich Ilja bereits zu diesem Zeitpunkt ausdrücken konnte und sich in die Gruppe bereits an diesem Tag integrierte. Auch bei unserem letzten Kindergartengespräch im Juni 2009 bestätigte uns die Erzieherin erneut die großen Fortschritte von Ilja. In vielen Bereichen sei er bereits weiter wie manch deutsches 5-jähriges Kind (z. B. Radfahren ohne Stützen, Tauchen, Schwimmen ohne Schwimmflügel, Sport allgemein, seinen Namen schreiben, Texte (Lieder) auswendig lernen, usw.). Selbstverständlich muss er in manchen Bereichen noch zusätzlich gefördert werden (z. B. im Bereich der Feinmotorik) und will manchmal mit dem Kopf durch die Wand auf biegen und brechen, doch dies betrifft ebenso 70 % der deutschen 5-jährigen Kinder. Ilja hat sich sehr gut eingelebt und behauptet auch seinen Platz in dieser Gruppe sowie in unserer Familie. Wir haben festgestellt, dass es Ilja sehr gut tut, dass wir immer noch mit anderen Adoptiveltern Kontakt haben und uns mit ihnen treffen, so dass er Alexandra und Nikita Matthias immer noch trifft und mit ihnen spielen kann und weiß das die zwei ebenfalls aus dem gleichen Kinderheim in Novokutznesk sind. Auch mit dem Thema Adoption gehen wir ganz offen um und  Ilja weiß das es noch eine Mama, die in auf die Welt gebracht hat in Russland und die Russia-Mama (Heimleiterin) gibt und beide eine wichtige Rolle in seinem bisherigen Leben gespielt haben und spielen werden. Er sagt immer wieder er will die Russia-Mama irgendwann einmal besuchen, aber er fährt auf alle Fälle wieder mit uns nach Hause und will nicht in Russland bleiben. Unsere Kinderärztin sagte uns, dass dies ein Beweis wäre wie toll Ilja sich eingelebt hat und wie sehr er die Beziehung zu uns und unserer Familie genießt und akzeptiert. Die genannten Krankheiten waren größtenteils nicht vorhanden, außer offensichtliche Krankheiten wie Phimose (Vorhautverengung) und Schielen, wobei beides bereits operativ behandelt wurde und jetzt alles 100% in Ordnung ist, sobald das zweite Auge im Herbst operiert wurde. Wir können nur allen Bewerbern empfehlen sich auch über die Aufnahme eines älteren Kindes zu beraten und alle Interessenten können sich hierzu gerne auch nochmals persönlich telefonisch oder per E-Mail an uns mit Fragen wenden, da es für die älteren Kinder so wichtig ist noch in eine Familie zu kommen bevor sie vom System verschluckt werden und dies ebenso verdienen wie Kleinkinder. Wir möchten uns nochmals recht herzlich bei allen Mitarbeitern des Vereins sowie bei Herrn und Frau Sorg und den russischen Partnern hierbei vor allem bei unserer Dolmetscherin Ela  (wir hoffen wir haben den Namen richtig geschrieben) bedanken für die gute Zusammenarbeit und die tolle Unterstützung bei unserer Adoption.

Bericht über die Entwicklung von Goschgo

Bild aus dem Kinderheim
    Geburtsland: Bulgarien
     adoptiert im Alter von
    4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie
      im Alter von 5 Jahren

Seit März 2009 ist Goschgo nun bei uns. Aus dem kleinen, ängstlichen Jungen den wir im Juli 2008 kennenlernten ist ein lebhaftes, gesundes und selbstbewusstes Kind geworden. Als wir ihn in Bulgarien im Heim abholten war Georgi etwas verschnupft, was sich aber schnell legte. Er besuchte dort schon die Vorschule und konnte bis 10 zählen und verschiedene geometrische Formen unterscheiden. Georgi lebte sich sehr gut ein, nach etwa 14 Tagen schlief er alleine in seinem Zimmer und wenn er nachts aufwachte kam er selbstständig zu uns. Nach ca. einem Monat bestand Georgi auf seinen Rufnahmen "Goschgo". Ab Juni geht Goschgo im Nachbarort in den Kindergarten wo es ebenfalls keine Schwierigkeiten gibt. Seine Mutter begleitete ihn die ersten drei Tage dorthin dann sagte er, "Mama bleib Zuhause, Goschgo geht allein.“ Innerhalb unserer Verwandten Freunden und Nachbarschaft funktioniert auch alles prima, was uns alles in allem bestärkt noch ein Kind zu adoptieren.

26.08.11 - Aktuelles von Goschgo ...

Seit März 2009 ist Goschgo nun bei uns. Aus dem kleinen, ängstlichen Jungen den wir im Juli 2008 kennenlernten ist ein lebhaftes, gesundes und selbstbewußtes Kind geworden. Als wir Goschgo in Bulgarien abholten war er etwas verschnupft, was sich anfänglich legte. Später stellte sich dann heraus, dass er die Rachen und Gaumenmandeln entfernt sowie Röhrchen in die Trommelfelle gelegt bekommen mußte. Seit er diese OP's hinter sich hat machte Goschgo noch größere sprachliche Fortschritte, die durch wöchentliche Sprachförderung im Kindergarten unterstüzt wurden. Ebenso hat er seither keine fiebrige Erkältung mehr gehabt. Die Einschulung haben wir um ein Jahr verschieben lassen. Nun ist Goschgo seit Anfang August 2011 im ersten Schuljahr und es läuft alles bestens. Die sprachliche Förderung machen wir aber wöchentlich weiter, da er die Bedeutung vieler Wörter noch nicht kennt. Seit Mitte 2009 ist unser Sohn in der Musikschule und lernt nun schon nach dem Glockenspiel Gitarre spielen, dies haben wir aber seit seiner Einschulung etwas vernachlässigt damit noch genug Zeit zum spielen bleibt. Nun hoffen wir, dass der zweite Kindervorschlag nicht mehr allzulange auf sich warten läßt, damit wir nochmehr Leben ins Haus bekommen.

Bericht über die Entwicklung von Artjom

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Ukraine
adoptiert im Alter von
4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 6 Jahren

Artjom ist gesund und ein sehr aktives Kind, das sich gerne viel bewegt. Er macht viel Sport, fährt Fahrrad, Skateboard und Inliner und ist immer in Action. Artjom versteht mittlerweile alles und kann sich gut verständlich machen. Er hat bereits einen differenzierten Sprachschatz und spricht fast ohne Akzent. Im September ist er eingeschult worden und lernt jetzt in der 1. Klasse Sprache und Schrift von Grund auf.  Die Grundschule bietet einen Förderunterricht für ausländische Kindern an, den Artjom besucht. Dort wird er sprachlich noch gefördert. Artjom hat sich hervorragend integriert. Er geht sehr gerne zur Schule. Viele der Kinder in seiner Kindergartengruppe sind in seiner Klasse und er hat auch neue Freunde gefunden.
Weil Artjom so kontaktfreudig ist, hat er viele Freunde gewonnen, mit denen er etwas unternehmen kann. Er macht das alles ganz selbständig: Er verabredet sich und  fährt mit seinem Fahrrad selbst zu den Freunden. Auch die Nachbarn freuen sich, wenn sie ihn sehen, manchmal spielen alle Kinder zusammen auf der Straße.
Artjom ist in allem viel selbständiger geworden. Seit einigen Wochen geht er in ein Teakwondo-Training, das ihm sehr gut tut: Er kann sich besser konzentrieren und weiß, was Disziplin heißt. Und es macht ihm Spaß. Darüber hinaus hat er begonnen, Gitarre spielen zu lernen, was er mit großem Engagement betreibt. Mit seinem Papa geht er dann noch ins Kanu-Training. Dort hat er auch viele Freunde gefunden und es macht ihm Freude, sich in freier Natur zu bewegen. Artjom hat uns voll als seine Eltern akzeptiert. Er vertraut uns, er erkennt uns an, er weiß, dass wir ihn beschützen, leiten, anregen und weiterbringen. Wir haben ihn so sehr ins Herz geschlossen und freuen uns darüber, dass Artjom uns liebt. Er sagt: „Ich hab Euch lieb bis zum Mond und wieder zurück.“ Seine Großeltern, Onkel, Tante, Cousin, Großtante, Großonkel mit Familie – alle haben den kleinen Jungen aus der Ukraine in ihr Herz geschlossen. Artjom denkt oft an seine Schwester Ira, die in der Ukraine adoptiert ist. Wir haben Kontakt und wollen sie gerne im nächsten Jahr besuchen. Darauf freut er sich schon sehr. Artjom macht insgesamt einen sehr glücklichen und zufriedenen Eindruck.

Bericht über die Entwicklung von Lena und Max

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 5 Jahren


Wir haben unsere Zwillinge Lena und Max am 19.01.2009 im Alter von 4 ¾ Jahren aus Russland abgeholt. Schon ab dem ersten Tag  ging es rund. Die beiden waren richtige Haudegen vom ersten Moment an. Das was sie sollten wollten sie nicht und was sie nicht sollten wollten sie. Das war eine sehr anstrengende erste Zeit zumal sie ja auch zu zweit waren. Konsequent sein, das Tagesprogramm schaffen und trotzdem immer wieder zeigen wie lieb man die Kinder hat. So haben wir es geschafft. Wir sind heute eine so glückliche Familie. Lena ist super neugierig auf Alles, immer gut gelaunt und lebensfroh. Sie hat sich uns sofort voll anvertraut und kein sichtbares Heimweh gezeigt. Sie kann auch mal ein bisschen aufdrehen und ist schon manchmal etwas zappelig. Sie braucht viel Bewegung um sich auszutoben. Sie ist sehr selbstbewusst und kontaktfreudig. Sie hat ein sehr gutes Sozialverhalten. Sie hat am Anfang schon etwas unruhiger geschlafen. Da hat man gemerkt, dass sie die Probleme die es am Tag gab in der Nacht verarbeitet.  Aber da die Probleme der Eingewöhnungszeit von Woche zu Woche weniger werden wird auch der Schlaf von Woche zu Woche ruhiger. Lena ist die große Schwester die Alles etwas besser und schneller kann. Sie ist sehr intelligent. Kann schon so gut deutsch wie alle deutschen Kinder ohne noch mit der Aussprache Schwierigkeiten zu haben. Sie kann heute schon das Alphabet, ihren und andere Namen schreiben. Sie erfasst auch schwierigere Zusammenhänge ganz toll.   Somit wird sie auch im nächsten Jahr sicherlich eingeschult werden, da sie wirklich enorm weit ist trotz der besonderen Umstände. Max ist unser kleiner Süßer. In der Entwicklung ist er in der Fein- und Grobmotorik etwas zurück. Aber es scheint als wenn es ihm gar nicht schnell genug gehen könnte voran zu kommen. So ist er auch jeden Abend richtig müde. Wir haben Lena und Max langsam etwas von einander gelöst so dass Max jetzt eigenständiger und selbstbewusst geworden ist.  Beide haben ihre eigene Kindergartengruppe im selben Kindergarten. Und so machen sie auch öfter mal was getrennt. Er wird jetzt integrativ gefördert und kommt wohl ein Jahr später in die Schule.  Aber bis dahin schafft es sicher alles aufzuholen wenn er so weiter macht. Er spricht schon sehr gut Deutsch, hat zwar noch einige aber kleinere  Ausspracheprobleme die sich bestimmt noch von alleine geben werden. Er ist ruhiger, ebenfalls kontaktfreudig, offen anderen gegenüber und hat auch nie Heimweh gezeigt. Er ist auch auf Alles neugierig und immer interessiert. Und wie Lena auch sehr emotionell. Max bewegt sich sehr gerne. Turnen, Trampolin etc. findet er toll. Und schwimmen gehen war wohl das größte Erlebnis für ihn. Er ist sehr sozial, liebenswert zu Allen und manchmal  auch ein kleiner Kasper. Er liebt es ein bisschen Quatsch zu machen und zu lachen. Richtig rumtoben mit seiner Schwester oder uns muss aber auch immer wieder sein. Er hat von Anfang an immer völlig entspannt und richtig zufrieden geschlafen. Das sah so aus als hätte er sagen wollen „Hier geht’s mir gut“.
 

Bericht über die Entwicklung von Ekaterina und Aleksej

Bild aus dem Kinderheim
    Geburtsland: Russland
    adoptiert im Alter von
    5 + 4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie
    im Alter von 5 + 4 Jahren

Seit Mitte Juni 2009 leben Ekaterina und Aleksej nun bei uns. Unsere beiden Kinder haben uns vom ersten Tag an vertraut und uns als Ihre neue Eltern voll akzeptiert. Dieses war auch der Verdienst der Mitarbeiter des russischen Kinderheimes, die eine hervorragende Vorarbeit geleistet hatten. Bei Ekaterina und Aleksej wurden viele Diagnosen in Russland festgestellt, die sich bisher hier in Deutschland nicht bestätigt haben. Beide verstanden sehr schnell deutsch und konnten sich nach wenigen Wochen verständlich machen. Seit vier Wochen gehen beide jetzt in den Kindergarten, sie verbringen gerne ihre Zeit mit anderen Kindern und haben sich sprachlich, sozial und in ihren Fähigkeiten stark weiterentwickelt. Gerade bei Ekaterina haben wir das Gefühl, dass sie aufblüht und alles Neue geradezu aufsaugt. Aleksej freut sich über das kindsein im hier und jetzt und ist ein aktiver Junge der sich viel bewegen muss. Beide genießen die Zeit wenn wir als Familie zusammen sind, sie sind aber auch zufrieden und glücklich wenn ihnen mal nur ein Elternteil zu Verfügung steht. Unsere Familien und Freunde haben beide mit offenen Armen empfangen, was den Start für uns als Familie sehr erleichtert hat. In unseren Herzen haben wir seit dem Kennenlernen gewusst, dass die beiden unsere Kinder sind. Wir sind sehr glücklich und dankbar, dass wir endlich mit Ekaterina und Aleksej als Familie zusammen leben dürfen.

Bericht über die Entwicklung von Valentina

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
7 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 9 Jahren


Im Mai 2007 sind wir ins Kinderheim Nr. 3 nach Novokusnezk gefahren, um unsere Tochter, die bereits sieben Jahre alt war, kennen zu lernen. Was habe ich mir für Sorgen gemacht, wie ich mit dem Kind in Kontakt komme, wenn ich nicht mit ihm sprechen kann!! Ich habe 30 Jahre kein Wort Russisch gesprochen. Dann aber kam sie herein, mir kamen die Tränen, wir sahen uns an, nahmen uns in die Arme – und waren eine Familie. Beim Spazieren gehen um das Heim erzählte sie bereits stolz jedem Fremden: „Das sind meine neuen Eltern!“ Den Kindern wurde im Heim erklärt, dass ein Kind Mama und Papa hat, die sich lieb haben und ihre Kinder ebenfalls lieb haben, und ein Leben im Heim nicht normal ist. Die Kinder wollen Eltern und sind darauf vorbereitet. Wir hatten einen unerwartet positiven Eindruck vom Kinderheim, den Kindern geht es dort – zumindest äußerlich - gut. Auch Valentina spricht nur positiv von ihrer Zeit dort. Der bürokratische Aufwand der Adoption war enorm, dabei standen sich die russischen und die deutschen Behörden in nichts nach. Aber ZfK und ihre russischen Partner arbeiteten sehr professionell, der Ablauf und die Organisation waren erstklassig. Auch im ersten Moment schier unlösbare Komplikationen wurden schnell gemeistert. ZfK ist uneingeschränkt empfehlenswert. Anfang September durften wir Valentina endlich abholen. Eine Eingewöhnungsphase gab es nicht, sie war sofort hier zu Hause. Bereits nach einer Woche kam sie in die Schule, auch da gab es keine Probleme, sie kam von Anfang an im Unterricht sehr gut mit. Okay, sie hatte anfangs einen russisch sprechenden Banknachbarn, aber schon nach drei Monaten sprach sie besser Deutsch als die meisten oberfränkischen Kinder hier. Im Zeugnis der zweiten Klasse hat sie jetzt nur Einsen und Zweien. Valentina ist völlig gesund, von „Schädigung des Zentralnervensystems“, wie es im Bericht stand, keine Spur. Sie ist fast immer gut gelaunt, liebt Musik und Tanzen, spielt Klavier und Flöte und seit einem Jahr auch Tennis. Sie liest gern. Am liebsten spielt sie aber mit ihren Freundinnen aus der Klasse und aus dem Ort. Aus dem Heim bringt sie eine hohe Sozialkompetenz mit, sie kommt mit anderen Kindern sehr gut zurecht. Im Vorfeld der Adoption gab es im engeren Verwandtenkreis schon heftige Diskussionen. Aber jetzt, wo Valentina da ist, wird sie von allen geliebt. Oma, die uns beinahe enterben wollte, ist glücklich und blüht auf, wenn „ihr Schätzchen“ zu Besuch kommt. Wir sind schon etwas älter, zu alt, um ein Kleinkind adoptieren zu können. Aber wir bedauern es gar nicht, dass unsere Tochter schon sieben Jahre alt war. Sie ist in keiner Weise „heimgeschädigt“, ihre dortige Erziehung war tadellos und sie hat sich völlig problemlos in unsere Familie eingegliedert. Wir sind überaus glücklich mit Valentina und können aus unserer Sicht auch zur Adoption eines älteren Kindes nur zuraten.
 

Bericht über die Entwicklung von Anna Julija und Max

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
1 und 2 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 4 und 5 Jahren

Nach unserer ersten Geschwister-Adoption im Jahre 2003, die sehr reibungslos verlief, haben wir uns zwei Jahre später nochmals an das Abenteuer Adoption gewagt. Im April 2005 war unser Dossier wieder in Russland und wir warteten erneut auf einen Geschwister-Vorschlag. Dass dies eine Weile dauern würde, da die natürliche Geschwisterfolge zu unseren großen Jungs eingehalten werden musste, war uns klar. Umso mehr freute es uns, als am 4. August 2005 das Telefon klingelte und wir einen Kindervorschlag erhielten. Leider begann jetzt eine sehr harte Zeit, denn wir durften erst ein Jahr später, am 5. August 2006 nach Krasnodar fliegen. Dort lernten wir einen 15 Monate alten Jungen und en zwei Jahre altes Mädchen kennen. Wir hatten vier Tage Zeit die Kinder kennen zu lernen. Unsere großen Jungs waren bei der Kennenlernreise dabei und dies war sehr hilfreich. Der kleine Junge war ein süßer Wonneproppen mit schon sehr starkem Willem und der Funke ist wieder sehr schnell übergesprungen. Das kleine Mädchen war sehr schüchtern und ängstlich. Sie machte uns das Kennenlernen schwer, da sie die ersten drei Tage fast nur geweint hat. Erst am Ende des 3. Tages fanden die großen Jungs mit einem Spiel Zugang zu ihr, von da an wussten wir, dass ihr Verhalten nur Angst und keine Ablehnung war. Am 4. Tag erlebten wir ein nicht mehr ganz so ängstliches Mädchen das mit ihrem Lächeln alle um den Finger gewickelt hat. Nach diesen Tagen flogen wir nach Hause in der Hoffnung die beiden in ca. sechs Wochen abholen zu dürfen. Leider hat sich dies auch wieder verzögert und aus sechs wurden zwölf Wochen. Am 20. Dezember 2006 ging es wieder nach Krasnodar und am 23. Dezember waren wir endlich glücklich zu Hause. Somit hatten wir das schönste Weihnachtsgeschenk, denn unser vierer Kleeblatt war nun perfekt. Während dieses ganzen langwierigen Prozesses wurden wir hervorragend von der russischen Koordinatorin betreut, die uns super durch das ständige Auf und Ab der russischen Behörend manövriert hat. Anna und Max haben sich sehr schnell eingewöhnt und haben sich sehr schnell mit ihren größeren Brüdern verbündet. Max ist ein sehr willensstarkes Kind, das sich durchzusetzen weiß gegen seine großen Geschwister. Er liebt es Puzzle zu machen, singt den ganzen Tag, spielt natürlich wie alle Jungs gerne mit Autos und Ritter. Er ist ein sehr fröhlicher Junge, der leider gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe ist. Anna hat sich zu einer richtigen kleinen Persönlichkeit entwickelt, die alle mit ihrem bezaubernden Lächeln in den Bann zieht. Sie ist ein richtiger Sonnenschein, noch immer sehr zart und klein, weiß sich aber gegen ihre drei Brüder sehr wohl durch zu setzten. Sie spielt wie die meisten Mädchen am liebsten mit Pferden, malt und bastelt sehr gerne. Wir sind sehr glücklich mit unserem vierer Kleeblatt. Sie halten uns den ganzen Tag auf Trab und wir sind froh, den Weg der Adoption gegangen zu sein. War er auch enorm steinig, jedoch hat es sich gelohnt. Wir können ZfK somit bestens empfehlen mit den guten Koordinatoren vor Ort in Russland.

Bericht über die Entwicklung von Julian Jurij und Thomas Anatolij

Bild aus dem Kinderheim

Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
2 und 4 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie

im Alter von 8 und 10 Jahren

Im Herbst 2002 entschlossen wir uns ein oder zwei Kinder zu adoptieren. Nach dem Info- und dem Vorbereitungsseminar haben wir unser Dossier abgegeben und wurden im Januar 2003 in Russland registriert. Im Februar 2003 wurde ein Adoptions-Stopp auf russischer Seite verhängt, da zu viele Eltern aus aller Welt ihre Entwicklungsberichte nicht ordnungsgemäß abgeben hatten. Vor uns lagen 6 Monate Ungewissheit. Im Juli 2003 kam die Nachricht es könnte bald losgehen. Am 4. September 2003 abends dann ersehnte Anruf, der Kindervorschlag. Am 10. Oktober 2003 ging es nach Novokuzneszk ins Heim Nr. 2 um ein Brüderpaar im Alter von drei und vier Jahren kennen zu lernen. Es war Liebe auf den ersten Blick und die Chemie stimmte sofort. Die fünf Tage Kennenlernzeit vergingen wie im Flug. Die Betreuung vor Ort war super organisiert und uns wurden viele Behördengänge abgenommen. Das Heim machte auf uns einen gepflegten und sehr gut geführten Eindruck und die Kinder wurden sehr liebevoll versorgt. Nach nur 3 Wochen durften wir unsere Jungs dann endgültig nach Hause holen. Sie haben sich sehr schnell eingewöhnt und sprachen in kürzester Zeit deutsch. Sobald sie der deutschen Sprache mächtig waren begann Julian von seiner Zeit in Russland zu erzählen, was wir für ihn alles in einem Heft festgehalten haben. Seitdem sind jetzt sechs Jahre vergangen und aus den kleinen Jungs sind große Buben geworden. Julian ist ein sehr offener, freundlicher und musikalischer Junge. Er spielt mehrer Instrumente und treibt gerne Sport. Er hat von Anfang an seine Grenzen getestet was bis heute geblieben ist. Er geht offen mit seiner Geschichte und seiner Vergangenheit um. Auch mit der erlittenen Frühtraumatisierung weiss er und wir inzwischen umzugehen und er ist voll in Familie und Schule integriert. Thomas ist ein freundlicher hilfsbereiter Junge. Er spielt mit Begeisterung Trompete und kocht für sein Leben gern. Auch er ist allseits beliebt und ebensoll voll in Familie und Schule integriert. Er weiß genauso wie sein großer Bruder über seine Geschichte und Vergangenheit, möchte davon momentan aber noch nicht viel wissen. Wir sind sehr glücklich mit unseren Jungs und waren sehr zufrieden mit der Betreuung in Russland, so dass wir 2005 nochmals einen Adoptions-Antrag gestellt haben.

Bericht über die Entwicklung von Anna

Bild aus dem Kinderheim
Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
12 Jahren
Bild in der Adoptivfamilie
im Alter von 15 Jahren
 
Mut und Tapferkeit für einen Schritt nach Vorne
 Anna kommt fast vom Polarkreis, aus Archangelsk. Sie war zwölf Jahre alt, als sie zu uns kam. Sie hat also die Entscheidung, adoptiert zu werden, ganz bewusst mitgetragen.Wir lernten sie 2008 als ein schüchternes, liebenswertes Mädchen kennen. Dank Svetlana, unserer Dolmetscherin, bekamen wir rasch Zugang zu ihr. Wir hatten ihr ein Familienalbum mitgebracht mit Bildern und deutschen und russischen Erklärungen ihrer zukünftigen Geschwister, Großeltern, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen. Das wurde unzählige Male von Anna durchgeblättert. Die Zeit bis zu unserem zweiten Besuch in Russland war angefüllt mit der Erledigung der notwendigen Behördengänge, regelmäßigen Telefonaten mit Anna, Briefen, kleinen Päckchen und dem Lernen von einigen Worten Russisch. Das Gefühl, es nicht mehr abwarten zu können, wurde immer stärker. Anna war gewiss auch sehr nervös, schließlich musste sie alles, wirklich alles, hinter sich lassen: ihre Freunde, ihre gewohnte Umgebung, ihren Kulturkreis und ihre Betreuerinnen im Heim, ihre soziale Mutter. Wie unsere Tochter das geschafft hat, ringt uns noch heute Bewunderung ab.
 
November 2008
Schon im Flugzeug Richtung Moskau saß sie mit hochroten Wangen und neugierigen Augen am Fenster und sog alles in sich auf. Zuhause angekommen wurde uns schnell klar, dass die ursprünglich geplante „langsame Eingewöhnung“ für unsere Tochter nicht in Frage kam – sie brauchte „Futter“! Also war schon an Annas zweiten Tag in Deutschland Schule angesagt. Von Vorteil war die Tatsache, dass ich Lehrerin an der Schule bin, auf die Anna inzwischen seit fast drei Jahren geht. Sie hatte zum Glück sofort Anschluss und schon nach kurzer Zeit Freundinnen gefunden. Einige, ihrer Freundinnen sind Russland-Deutsche, sodass sie keine Sprachprobleme hatten. Anna kam in die sogenannte AK-Gruppe, in der ausländische Schüler, die noch nicht lange in Deutschland sind, bis zu zwanzig Stunden Deutschunterricht pro Woche bekommen, je nach Sprachlevel. Die AK-Lehrerin ist Russin und konnte von daher Anna in ihrer Muttersprache die deutsche Sprache näher bringen- ein unschätzbarer Vorteil. Auch in unserem persönlichen Umfeld hatten wir zum Glück gute Freunde mit russischen Sprachkenntnissen. Diese Unterstützung und die volle Akzeptanz in unserem Freundeskreis erleichterten Anna das Eingewöhnen in ihre neue Umgebung. Wundervoll haben unsere leiblichen Kinder auf Anna reagiert. Für sie war Anna von Anfang an ihre kleine Schwester- ohne wenn und aber! Ihre beiden älteren Brüder und ihre große Schwester unterstützen die Adoption von Beginn an und zu ihren beiden Nichten (heute vier und sieben Jahre alt) hatte Anna sofort ein inniges Verhältnis, genauso wie zu ihren Großeltern, die sie sofort als neues Enkelkind in ihre Arme schlossen. Natürlich gab es in den ersten Monaten auch schwierige Momente, in denen unsere Tochter Heimweh bekam oder sich aufgrund Sprachbarrieren unverstanden fühlte. Aber dank der Tatsache, dass Anna sehr schnell Deutsch lernte und viel Einfühlungsvermögen von beiden Seiten bekam, hat sich Anna sehr schnell an ihre neue Lebenssituation gewöhnt. Sie ist inzwischen eine aufgeweckte und lebendige Fünfzehnjährige, die mitten in der Pubertät steckt, gepaart mit allen Stimmungsschwankungen. Sie unterscheidet sich nicht von ihren Freundinnen, hat das Procedere der Adoption vollständig hinter sich gelassen – sie ist einfach nur unsere Tochter, wie unsere anderen drei Kinder auch. Sie kann dank Papa gut schwimmen und tauchen, fährt begeistert Ski und Snowboard, geht Hip-Hop Tanzen, ins Fitnessstudio mit Mama, albert mit Papa herum, trifft sich mit ihren Freunden und die Schule ist zur Zeit nicht die erste Priorität – also alles ganz normal. Sie ist eine gesunde und temperamentvolle Jugendliche auf dem Weg zur Erwachsenen, die wir um nichts in der Welt mehr hergeben würden und deren Adoption wir nie bereut haben. Wir möchten mit diesem kurzen Bericht dazu ermutigen, auch ältere Kinder zu adoptieren, weil auch deren Integration nicht zwingend schwieriger sein muss als die von jüngeren Kindern. Zwischen Anna und uns hat sich ein inniges Eltern-Kind-Verhältnis entwickelt, das von großem Vertrauen geprägt ist.

Bericht über die Entwicklung von Alina

Bild aus dem Kinderheim
Geburtsland: Russland
adoptiert im Alter von
1 Jahr
Bild in der Adoptivfamilie
im Alter von 2 Jahren

Im Sommer 2011 haben wir unsere kleine Tochter Alina Evgenija mit 16 Monaten in Nowokusnetzk (Russland) kennen gelernt. Wir waren sofort in die Kleine verliebt und wollten nur noch so schnell wie möglich sie mit nach Hause nehmen. Nach drei Monaten war es endlich soweit, wir sind zu Hause angekommen. In Deutschland  wurden wir sehnsüchtig von der Familie erwarten. Von Freunden, Bekannten und Nachbarn wurde Alina sehr gut aufgenommen und sofort akzeptiert. Alina füllt sich in ihrem neuen zu Hause richtig wohl und ihr geht es sehr gut. Sie ist ein sehr fröhliches kleines Mädchen, das sehr gerne lacht und mit anderen Kindern spielt. Alina liebt Musik und tanzt sehr gerne. Sie ist kerngesund und hat sich in diesen 10 Monaten sehr gut entwickelt. Wir sind sehr glücklich, dass wir unsere Alina endlich bei uns haben und  können uns ein Leben ohne unsere Tochter nicht mehr vorstellen.
Von ganzem Herzen möchten wir danken: Frau Julia Zieger, Verein „Zukunft für Kinder e. V.“ in Oberhausen- Rheinhausen, ZfK-Team in Moskau und ganze Begleitung Moskau- Kemerovo- Novokusnetzk. Sie haben Unglaubliches für uns getan.
 
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